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djanga Administrator
Anmeldungsdatum: 01.06.2003 Beiträge: 156
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Verfasst am: 07.05.2005, 13:15 Titel: böser Verriss in der taz... |
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Hi Ihrs,
noch ziemlich sauer und aufgebracht möchte ich Euch hier meinen Leserbrief posten, den ich eben als Reaktion auf eine "Rezension" in der taz geschrieben habe. Ich werde diese Rezension hier nicht posten, lest sie am besten mal selbst, solange es noch im Netz zu finden ist... und überlegt Euch, ob Ihr vielleicht auch was an die taz schreiben möchtet...
| Zitat: | Jedem seinen Musikgeschmack und seine Meinung - aber wie hier auf miLù (=Anke Hachfeld) eingetreten wird, ist nicht nur geschmacklos, sondern zeugt auch von extrem schlechter journalistischer Recherche.
Dieser Verriss aus rein musikalischer und textlicher Hinsicht ist schon extrem dreist (wie viele Sekunden wurde eigentlich in jedes Lied hineingehört?), aber auf das Niveau solcher sprachlicher Geistesblitze wie "Erotiksimulation" und "mystischem Geblubber" will ich mich hier gar nicht einlassen... auch wenn ich mich frage, was und mit welcher Grundeinstellung hier überhaupt gehört wurde. Wer hier nur etwas von "demonstrativ naiven Texten" mitbekommen hat, muss ein anderes Album gehört haben...
Was mich wirklich maßlos aufregt, ist diese offensichtlich absolute Ignoranz des Engagements von Anke Hachfeld für Kinderheime in Afghanistan und extrem zynische Darstellung, sie würde dies einzig und allein aus kommerziellem Kalkül ausschlachten. Dies grenzt an eine echte Unverschämtheit und zeugt von völliger Unkenntnis der Person Anke Hachfeld und Ihrer persönlichen Geschichte. Ein klein wenig Recherche (dazu reicht schon das Eintippen einiger weniger Suchbegriffe im Internet) hätte den Autor dann vielleicht auch dahin geführt, dass sie z.B. mit sterbenden Kindern gearbeitet hat - natürlich ganz bestimmt schon damals aus Kalkül und kommerziellen Interessen, klar...
Vielleicht wäre bei ein wenig Auseinandersetzung mit dem Menschen Anke Hachfeld dann auch klar geworden, dass in einer Vielzahl Ihrer Lieder eine ganz persönliche Verarbeitung solcher Begegnungen und eigener Nahtoderfahrungen stattfindet, früher bei Mila Mar noch als eine Art Therapie in einer eigenen Phantasiesprache, inzwischen mit verständlichen und (zumindest für manche Menschen wie mich) sehr berührenden Texten.
Abschliessend ein dreifaches Hurra und einen Tusch auf die wirklich wahnsinnig lustige Idee, das Musikverbot der Taliban für miLù's Aufenthalt wieder einzuführen - ob es im gleichen Aufwasch auch eine neues Verbot für ignorante, polemische und extrem schlecht recherchierte "Rezensionen" geben wird? |
Vielleicht habt Ihr ja nach dem Lesen der "Rezension" auch Lust, einen Leserbrief an die taz zu schreiben...
Liebe Grüße
Wolfgang |
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Jim30
Anmeldungsdatum: 16.09.2003 Beiträge: 24 Wohnort: Mannheim
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Verfasst am: 08.05.2005, 02:46 Titel: |
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Also, ich habe gerade die Kritik in der Taz gelesen. Ich bin echt entsetzt. Ich habe nichts gegen andere oder verschiedene Meinungen. Im Gegenteil, ich halte das für gut und für eines der wichtigsten Grundfeste einer Demokratie. Aber auf welch billiges Niveau sich dieser Schreiberling da begibt ist echt unterste Schublade. Und für die Einführung eines erneuten Musikverbotes in Afganistan zu plädieren ist für die Millionen von Menschen die unter dem Taliban Regime gelitten haben, echt ein Schlag ins Gesicht. Meiner Meinung nach gehört dieser Kritiker entlassen. Kann sich ja bei der Bild Zeitung bewerben. Die nehmen solche Polemiker doch mit Kusshand !!!
Ich werde der taz auch noch einen Leserbrief schreiben.
Dein Leserbrief finde ich übrigens sehr gut. Er trifft die Sache im Kern !  |
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ela
Anmeldungsdatum: 29.09.2003 Beiträge: 68 Wohnort: Hannover
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Verfasst am: 08.05.2005, 17:28 Titel: |
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| Zitat: | Sehr geehrter Herr Winkler,
man muß nicht alles mögen, Kritik ist Recht und Pflicht eines Journalisten (ob ein derartiger Rundumschlag allerdings mit ernstzunehmender kritischer Auseinandersetzung konform geht, sei dahingestellt, mir persönlich fällt es schwer, die Aussage "haucht und juchzt, flüstert und schreit..." mit "Säuselgesang" in einen Zusammenhang zu bringen, aber seis drum), aber "Späße" über Unrechtsregimes gehen mir persönlich zu weit. Da fehlt dann eigentlich nur noch ein süffisanter Hinweis, dass miLù ja auch in Deutschland Konzerte gibt und Sie sich auch hier wünschen würden, dass man sich auf die Kunstzensur aus einer düsteren Epoche besinnen möge...
Und ist es so verwerflich, auf das Elend anderer Menschen aufmerksam machen zu wollen, mit den Mitteln, die einem zur Verfügung stehen, und eben auch mit Presseunterstützung? Muß sich jeder Künstler, der je an einem Benefizkonzert teilgenommen hat, jeder Unicef-Botschafter, jeder Kriegsberichterstatter, der für seine Arbeit ausgezeichnet wurde, in Grund und Boden schämen? Ist es verwerflich, "Mitleid heischen" zu wollen?
Kleine Anmerkung noch: eine "Vivisektion von Leichen" ist ein Widerspruch in sich, ein Blick ins Fremdwörterlexikon hilft weiter.
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Der tickt doch nicht ganz trennscharf!
Ich gebs ja zu, der Hinweis auf die falsche Fremdwort-Nutzung war billig, aber das war einfach eine Steilvorlage...wer andere kritisiert, sollte erstmal seinen eigenen Job im Griff haben.  |
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Andie
Anmeldungsdatum: 07.12.2004 Beiträge: 9 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 10.05.2005, 08:18 Titel: |
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Gute Rückantwort Ela, das kann kaum einer so gut wie Du. Ich fand das auch unmöglich, voller Klischees. Wenn Nena sowas machen würde, dann würden sie vor Begeisterung überschwappen und ihren Mut bewundern und sie natürlich gebührend durch Afghanistan begleiten.  |
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Judith
Anmeldungsdatum: 08.12.2004 Beiträge: 2 Wohnort: München
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Verfasst am: 15.05.2005, 13:49 Titel: |
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Ich bin entsetzt, was in dieser 'Zeitung' berichtet wird
Bin ich jetzt krank, weil ich diese CD gut finde???
Muß ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, weil mir die Songs von miLú im Gegensatz zu dem sonstigen Charts-Einheitsbrei sehr gut gefallen???
Trotzdem liebe Grüße aus München
Judith
P.S. Freue mich schon riesig auf miLú in Schwerin  |
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Aphro
Anmeldungsdatum: 13.08.2003 Beiträge: 3 Wohnort: Osterode am Harz
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Verfasst am: 19.05.2005, 11:36 Titel: |
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Das kann doch nicht wahr sein! Der Vogel hat sie ja nicht mehr alle!
Anke steht aber nicht alleine da!! Das finde ich schön, dass wir ihr so viel Rückendeckung geben und für sie da sind! Lasst uns so weitermachen und solchen Rotzfröschen die Meinung sagen!
LG Aphro |
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Andie
Anmeldungsdatum: 07.12.2004 Beiträge: 9 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 23.05.2005, 10:33 Titel: |
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Also je länger ich die CD höre, desto besser gefällt sie mir. Die Titel gehen einem so nach und nach ins Ohr und verbleiben dort. Es sind ein paar richtige Perlen dabei, die musikalisch ungemein schön umgesetzt sind, erwähnt sei da besonders Zeitweise, was für ein tolles Finale am Schluss, aber auch der Opener Freiheit, sehr wuchtig. Jedes Stück ist verschieden. Neben diesen beiden genannten gefällt mir Aus Gold, Nimm mich, Du Mensch. Die Soloversion von Für mich bist Du aus Gold ist auch wunderschön gelungen, geht einfach unter die Haut. Da sei ihr Mein Freund der Baum verziehen, das eher überflüssig ist. Insgesamt anspruchsvolle Musik, da spürt man die Hingabe der Beteiligten, aber ich glaube, da haben Journalisten so ihre Probleme, die sind sowas einfach nicht gewohnt  |
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